Ralph Herforth gehört zu den deutschen Schauspielern, deren Gesicht besonders häufig mit Kriminalfilmen, Fernsehserien und markanten Nebenrollen verbunden ist. Seine Karriere begann auf der Theaterbühne, bevor er sich ab den 1990er-Jahren zunehmend Film und Fernsehen widmete. Bekannt wurde er unter anderem durch „Knockin’ on Heaven’s Door“, „Kurz und schmerzlos“, „Der Felsen“, „Æon Flux“ und die Krimireihe „Unter anderen Umständen“. In den vergangenen Jahren war er außerdem in Produktionen wie „The Zone of Interest“ und „Überleben in Brandenburg“ zu sehen.

Ralph Herforth – Kurzbiografie

KategorieInformation
NameRalph Herforth
Bürgerlicher NameRalph Schwachmeier
Geburtsdatum15. Januar 1960
GeburtsortHerford, Nordrhein-Westfalen
Alter66 Jahre (Stand September 2026)
BerufSchauspieler
AusbildungMax-Reinhardt-Seminar, Wien (1979–1982)
TheaterdebütBerliner Schillertheater, 1983
FilmdebütSchattenboxer (1992)
Bekannte FilmeKnockin’ on Heaven’s Door, Kurz und schmerzlos, Der Felsen, Æon Flux, The Zone of Interest
Bekannte TV-RolleKriminalkommissar Matthias Hamm in Unter anderen Umständen
EhefrauSchauspielerin Zora Holt
ZwillingsbruderJürgen
WohnortBerlin
Weitere TätigkeitMitinhaber der Immobilienagentur „Die Immobiliensucher“

Frühes Leben und Ausbildung

Ralph Herforth wurde am 15. Januar 1960 in Herford geboren. Sein bürgerlicher Name lautet Ralph Schwachmeier. Er wuchs mit einem Zwillingsbruder auf. Den Weg zur Schauspielerei fand er nicht unmittelbar über eine klassische Theaterfamilie, sondern während seiner Arbeit bei einem Musical-Seminar in Salzburg. Dort war er 1979 als Assistent tätig und entdeckte sein Interesse an der Schauspielerei.

Noch im selben Jahr begann Herforth seine Ausbildung am renommierten Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Dort wurde er bis 1982 zum Schauspieler ausgebildet. Sein erstes festes Theaterengagement erhielt er anschließend am Berliner Schillertheater.

Warum heißt Ralph Schwachmeier heute Ralph Herforth?

Der Künstlername gehört zu den ungewöhnlicheren Details seiner Biografie. Während seines Engagements am Berliner Schillertheater wurde sein bürgerlicher Nachname Schwachmeier vom Regisseur Hans Neuenfels nicht favorisiert. Herforth entschied sich daraufhin für einen Namen, der auf seine Heimatstadt Herford zurückgeht. Aus Herford wurde Herforth – ein Künstlername, den er seitdem verwendet.

Theaterkarriere

Nach dem Berliner Schillertheater folgten weitere Bühnenstationen. Herforth arbeitete unter anderem am Stadttheater Heilbronn, am Schauspielhaus Düsseldorf und am Schauspielhaus Wien. In Heilbronn war er von 1987 bis 1989 engagiert, 1990 folgte eine Tätigkeit am Düsseldorfer Schauspielhaus und 1991 am Schauspielhaus Wien.

Diese Theaterjahre bildeten die Grundlage für seine spätere Arbeit vor der Kamera. Herforth entwickelte dabei ein breites Rollenprofil, das ihm später sowohl in Krimiproduktionen als auch in Dramen und Actionfilmen zugutekam.

Der Durchbruch im Film

Sein Leinwanddebüt gab Ralph Herforth 1992 in „Schattenboxer“, einem Kriminalfilm von Lars Becker. Danach folgten weitere Film- und Fernsehrollen. Besonders in den 1990er-Jahren arbeitete er mit verschiedenen deutschen Regisseuren und war zunehmend in Kinoproduktionen präsent.

Zu seinen bekannten Filmen dieser Phase gehören „Knockin’ on Heaven’s Door“, „Kurz und schmerzlos“ und „Der Eisbär“. Auch in Dominik Grafs „Der Felsen“ übernahm er eine größere Rolle. Diese Produktionen halfen dabei, Herforth als markanten deutschen Charakterdarsteller zu etablieren.

Bekannte Filme und internationale Produktionen

Herforth blieb nicht ausschließlich auf den deutschen Film beschränkt. 2005 spielte er in „Æon Flux“ mit Charlize Theron. Drei Jahre später war er in der internationalen Produktion „Speed Racer“ zu sehen.

Auch später blieb das Kino ein Bestandteil seiner Karriere. Zu seinen dokumentierten Arbeiten gehören unter anderem „Swans“, „Unter Strom“, „Schutzengel“, „Agent Ranjid rettet die Welt“, „Freaks – Du bist eine von uns“ und „König der Raben“. Die Deutsche Filmakademie führt zudem seine Mitwirkung an „The Zone of Interest“ und „Überleben in Brandenburg“ auf.

Fernsehen und Krimireihen

Ein besonders großer Teil von Ralph Herforths Karriere spielt sich im deutschen Fernsehen ab. Bereits 1990 war er in „Derrick“ zu sehen, zwei Jahre später folgte ein Auftritt in „Tatort“. Später kamen zahlreiche Rollen in deutschen Krimi- und Fernsehproduktionen hinzu.

Er spielte unter anderem in „SOKO Köln“, „Der Staatsanwalt“, „Letzte Spur Berlin“ und weiteren etablierten Reihen. In „Tierärztin Dr. Mertens“ übernahm er 2016 eine durchgehende Rolle als Zoodirektor. Auch in Fernsehfilmen wie „Angst in meinem Kopf“ zeigte er sich in anspruchsvolleren dramatischen Rollen.

Matthias Hamm in „Unter anderen Umständen“

Eine der bekanntesten Fernsehrollen von Ralph Herforth ist Kriminalkommissar Matthias Hamm in der ZDF-Reihe „Unter anderen Umständen“. Die Rolle übernahm er bereits in den 2000er-Jahren und verkörperte die Figur über zahlreiche Folgen hinweg.

Die Reihe gehört damit zu den wichtigsten Konstanten seiner Fernsehkarriere. Auch in neueren Folgen wie „Die einzige Zeugin“ (2025), „Das Mädchen ohne Namen“ (2025) und „Nordwind“ (2024) wird Herforth als Matthias Hamm geführt. 2026 war die Figur erneut in „Unter anderen Umständen: Das Mädchen ohne Namen“ beziehungsweise den aktuellen Veröffentlichungen der Reihe gelistet.

„The Zone of Interest“

Zu den international besonders beachteten Produktionen seiner späteren Karriere gehört „The Zone of Interest“ von Jonathan Glazer. Der Film beschäftigt sich mit dem Leben der Familie des Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höss unmittelbar neben dem Konzentrationslager.

Die Deutsche Filmakademie führt Ralph Herforth als Darsteller in der Produktion. Damit gehört der Film zu den international relevanten Projekten seiner Filmografie.

„Überleben in Brandenburg“

Auch im deutschen Autoren- und Independent-Kino blieb Herforth aktiv. In „Überleben in Brandenburg“ ist er als Darsteller des Clemens aufgeführt. Die Produktion gehört zu seinen jüngeren Filmprojekten und wird sowohl von der Deutschen Filmakademie als auch von der Berlin Brandenburg Film Commission in seiner Filmografie geführt.

Alter von Ralph Herforth

Ralph Herforth wurde am 15. Januar 1960 geboren. Er ist damit im September 2026 66 Jahre alt. Sein Geburtsort Herford und sein Geburtsdatum werden unter anderem von filmportal.de, der Deutschen Filmakademie und der Berlin Brandenburg Film Commission bestätigt.

Ehefrau und Familie

Ralph Herforth ist mit der Schauspielerin Zora Holt verheiratet. Laut IMDb besteht die Ehe seit dem 4. August 2011; dort werden außerdem zwei gemeinsame Kinder angegeben.

Da Herforth sein Privatleben nicht umfassend öffentlich dokumentiert, sind weitergehende Angaben zu seinen Kindern oder seinem Familienalltag nur eingeschränkt verfügbar. Für eine verlässliche Biografie sollten daher nur die öffentlich bestätigten Eckdaten berücksichtigt werden.

Wohnort und weitere Tätigkeit

Neben seiner Schauspielarbeit ist Ralph Herforth auch im Immobilienbereich tätig. filmportal.de führt ihn als Mitinhaber der in Lindow ansässigen Immobilienagentur „Die Immobiliensucher“.

Die Berlin Brandenburg Film Commission führt als seinen Wohnort Berlin und nennt neben seiner Tätigkeit als Schauspieler verschiedene sportliche Aktivitäten wie Klettern, Reiten, Windsurfen, Drachenfliegen und Kitesurfen.

Vermögen

Eine seriös belegte öffentliche Schätzung des Vermögens von Ralph Herforth liegt nicht vor. Deshalb lässt sich keine verlässliche Net-Worth-Zahl nennen. Angaben aus nicht überprüfbaren Celebrity-Vermögensportalen werden hier nicht übernommen.

Interessante Fakten über Ralph Herforth

  1. Sein bürgerlicher Name ist Ralph Schwachmeier.
  2. Er wurde am 15. Januar 1960 in Herford geboren.
  3. Er hat einen Zwillingsbruder namens Jürgen.
  4. Seine Schauspielausbildung absolvierte er von 1979 bis 1982 am Max-Reinhardt-Seminar in Wien.
  5. Sein erstes Theaterengagement erhielt er 1983 am Berliner Schillertheater.
  6. Sein Filmdebüt gab er 1992 in „Schattenboxer“.
  7. Er spielte in internationalen Filmen wie „Æon Flux“, „Speed Racer“ und „The Zone of Interest“.
  8. In der ZDF-Reihe „Unter anderen Umständen“ spielt er den Kommissar Matthias Hamm.

FAQs zu Ralph Herforth

Wer ist Ralph Herforth?

Ralph Herforth ist ein deutscher Schauspieler, der seit den 1980er-Jahren auf Theaterbühnen sowie in Film- und Fernsehproduktionen arbeitet. Besonders bekannt ist er für zahlreiche Krimirollen und seine langjährige Rolle als Matthias Hamm in „Unter anderen Umständen“.

Wie alt ist Ralph Herforth?

Ralph Herforth wurde am 15. Januar 1960 geboren und ist im September 2026 66 Jahre alt.

Wie heißt Ralph Herforth mit bürgerlichem Namen?

Sein bürgerlicher Name lautet Ralph Schwachmeier. Den Künstlernamen Herforth leitete er von seiner Geburtsstadt Herford ab.

Welche Ausbildung hat Ralph Herforth?

Er absolvierte von 1979 bis 1982 eine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien.

In welchen bekannten Filmen spielte Ralph Herforth mit?

Zu seinen bekannten Filmen gehören „Knockin’ on Heaven’s Door“, „Kurz und schmerzlos“, „Der Felsen“, „Æon Flux“, „Speed Racer“, „The Zone of Interest“ und „Überleben in Brandenburg“.

Wer ist die Ehefrau von Ralph Herforth?

Ralph Herforth ist mit der Schauspielerin Zora Holt verheiratet. Die beiden sind laut IMDb seit August 2011 verheiratet und haben zwei gemeinsame Kinder.

Welche Rolle spielt Ralph Herforth in „Unter anderen Umständen“?

Er spielt Kriminalkommissar Matthias Hamm, eine wiederkehrende Figur der ZDF-Krimireihe „Unter anderen Umständen“.

Fazit

Ralph Herforth hat seine Laufbahn konsequent über verschiedene Bereiche der Schauspielerei aufgebaut. Nach seiner Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar folgten Theaterengagements, bevor er mit „Schattenboxer“ den Schritt zum Film machte. Seither war er in deutschen Krimireihen ebenso präsent wie in internationalen Kinoproduktionen. Besonders prägend sind seine langjährige Rolle als Matthias Hamm, seine markanten Filmauftritte und spätere Projekte wie „The Zone of Interest“. Damit gehört Herforth zu den vielseitig beschäftigten deutschen Charakterdarstellern seiner Generation.