Kaum ein deutscher Schauspieler verbindet anspruchsvolles Theater und internationales Kino so konsequent wie August Diehl. Seine Karriere begann bereits während der Schauspielausbildung mit der Hauptrolle im Film „23 – Nichts ist so wie es scheint“. Für seine Darstellung des Hackers Karl Koch erhielt er früh wichtige Auszeichnungen. Später wurde er einem internationalen Publikum durch Filme wie „Inglourious Basterds“, „A Hidden Life – Ein verborgenes Leben“ und „The King’s Man: The Beginning“ bekannt. 2026 folgte eine weitere große Anerkennung: der Deutsche Filmpreis für seine Hauptrolle in „Das Verschwinden des Josef Mengele“.
August Diehl im Überblick
| Merkmal | Information |
| Vollständiger Name | August Diehl |
| Geburtsdatum | 4. Januar 1976 |
| Geburtsort | Berlin, Deutschland |
| Alter | 50 Jahre |
| Nationalität | Deutsch |
| Beruf | Schauspieler |
| Ausbildung | Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, Berlin |
| Wohnort | Berlin |
| Körpergröße | 1,80 m |
| Sprachen | Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch |
| Bekannt für | „23“, „Inglourious Basterds“, „A Hidden Life“, „The King’s Man“ |
| Ehemalige Ehefrau | Julia Malik |
| Kinder | Zwei |
| Auszeichnung 2026 | Deutscher Filmpreis, Beste männliche Hauptrolle |
Stammbaum von August Diehl
| Familienbeziehung | Name | Verifizierte Angaben |
| Vater | Hans Diehl | Deutscher Film- und Theaterschauspieler (1940–2024). |
| Mutter | Name nicht öffentlich zuverlässig belegt | Sie arbeitete als Kostümbildnerin. |
| Bruder | Jakob Diehl | Geboren 1978; Schauspieler, Musiker und Komponist. |
| August Diehl | August Diehl | Geboren am 4. Januar 1976 in West-Berlin; deutscher Schauspieler. |
| Ehemalige Ehefrau | Julia Malik | Deutsche Schauspielerin und Autorin; mit August Diehl von 1999 bis 2016 verheiratet. |
| Tochter | Elsa Augusta Diehl | Tochter von August Diehl und Julia Malik; geboren im Mai 2009. |
| Sohn | Arthur | Laut GALA 2012 geboren. |
Die aktuellen beruflichen Profildaten führen Berlin als Geburts- und Wohnort, 1976 als Geburtsjahr und die Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ als Ausbildungsstätte.
Frühes Leben und Familie
August Diehl wurde am 4. Januar 1976 in Berlin geboren. Er stammt aus einer Künstlerfamilie. Sein Vater Hans Diehl war Schauspieler, seine Mutter arbeitete als Kostümbildnerin. Auch sein jüngerer Bruder Jakob Diehl ist als Musiker und Schauspieler tätig. Die Familie lebte während Diehls Kindheit an verschiedenen Orten in Deutschland und Frankreich.
Seine Kindheit verbrachte Diehl teilweise auf einem Bauernhof in der französischen Auvergne. Später lebte die Familie unter anderem in Hamburg, Wien, Düsseldorf und Paris. Schließlich besuchte er eine Waldorfschule in Bayern. Bereits während seiner Schulzeit sammelte er Erfahrungen auf der Bühne.
Ausbildung an der Ernst Busch
Nach dem Abitur entschied sich Diehl für eine professionelle Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Noch während seines Studiums erhielt er seine erste große Filmrolle.
Diese frühe Verbindung von Theater und Film sollte seine gesamte Karriere prägen. Schon vor dem Abschluss arbeitete Diehl an größeren Filmprojekten und stand gleichzeitig auf bedeutenden deutschsprachigen Bühnen. Das Berliner Ensemble beschreibt ihn als Schauspieler, der seit den frühen Jahren regelmäßig zwischen Theater und Film wechselte.
Durchbruch mit „23 – Nichts ist so wie es scheint“
Seinen entscheidenden Durchbruch hatte August Diehl 1998 mit „23 – Nichts ist so wie es scheint“ von Hans-Christian Schmid. Er spielte den Computerhacker Karl Koch, dessen Geschichte auf einer realen Person basiert. Die Rolle machte den damals noch jungen Schauspieler einem größeren Publikum bekannt.
Für diese Leistung erhielt Diehl den Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsschauspieler und den Deutschen Filmpreis als bester Hauptdarsteller. Seine Karriere nahm damit ungewöhnlich früh Fahrt auf. 2000 wurde er zudem als European Shooting Star ausgezeichnet.
Theaterkarriere und wichtige Bühnenrollen
Parallel zum Film etablierte sich Diehl als Theaterschauspieler. Zu seinen frühen Engagements gehörten das Maxim-Gorki-Theater, die Hamburger Kammerspiele und das Dortmunder Stadttheater. Unter der Regie von Peter Zadek spielte er 1999 den Robin in Sarah Kanes „Gesäubert“. Die Inszenierung wurde zum Berliner Theatertreffen eingeladen.
Eine weitere wichtige Bühnenrolle war Kostja in Anton Tschechows „Die Möwe“ unter der Regie von Luc Bondy. Für diese Arbeit erhielt Diehl den Alfred-Kerr-Darstellerpreis sowie den Ulrich-Wildgruber-Preis. Später übernahm er am Wiener Burgtheater unter anderem die Titelrolle in Shakespeares „Hamlet“.
Für seine Darstellung des Hamlet erhielt Diehl 2014 den Nestroy-Theaterpreis als bester Schauspieler. Seine Bühnenarbeit blieb auch nach seinen internationalen Filmrollen ein fester Bestandteil seiner Karriere.
Weitere Erfolge im deutschen Kino
Nach „23“ folgten zahlreiche anspruchsvolle Filmrollen. Zu seinen frühen Arbeiten gehören „Die Braut“, „Kalt ist der Abendhauch“, „Tattoo“, „Lichter“, „Was nützt die Liebe in Gedanken“ und „Der neunte Tag“.
Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt er für „Was nützt die Liebe in Gedanken“. Für seine Darstellung wurde Diehl unter anderem mit dem Preis der deutschen Filmkritik als bester männlicher Hauptdarsteller ausgezeichnet. Auch der DIVA-Award und der UNDINE-Award gehörten zu den Auszeichnungen dieser frühen Karrierephase.
Internationale Bekanntheit mit „Inglourious Basterds“
Einen wichtigen internationalen Schritt machte August Diehl mit Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“ von 2009. Darin spielte er den SS-Offizier Major Dieter Hellstrom. Der Film mit Brad Pitt, Christoph Waltz, Michael Fassbender und Daniel Brühl wurde international erfolgreich und brachte Diehl einem weltweiten Kinopublikum näher.
Obwohl Christoph Waltz für seine Rolle in dem Film den Golden Globe gewann, erhielt Diehl selbst für „Inglourious Basterds“ keinen Golden Globe. Die Golden-Globes-Dokumentation führt den Film mit vier Nominierungen und einem Sieg, wobei der Preis an Waltz als bester Nebendarsteller ging.
„A Hidden Life“ und internationale Filmprojekte
Diehl arbeitete auch weiterhin regelmäßig mit internationalen Regisseuren zusammen. In Terrence Malicks „A Hidden Life – Ein verborgenes Leben“ war er Teil des Wettbewerbsprogramms der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 2019. Für seine internationale Arbeit erhielt er im selben Jahr den International Actors Award des Film Festival Cologne.
Weitere internationale Produktionen folgten. In „The King’s Man: The Beginning“ spielte Diehl den russischen Revolutionär Wladimir Lenin. In „Munich – Im Angesicht des Krieges“ übernahm er eine Rolle im historischen Politthriller. Außerdem war er in französischen und britischen Produktionen tätig.
August Diehl als Hamlet
Die Theaterrolle des Hamlet gehört zu den bedeutendsten Stationen seiner Bühnenlaufbahn. Diehl spielte Shakespeare's Tragödienfigur am Wiener Burgtheater in einer Inszenierung von Andrea Breth. Das Berliner Ensemble führt die Produktion von 2013 als eine seiner wichtigen Arbeiten am Burgtheater auf.
Die Rolle brachte ihm den Nestroy 2014 als bester Schauspieler ein. Damit wurde eine Theaterarbeit ausgezeichnet, die seine Stellung nicht nur im Film, sondern auch auf der deutschsprachigen Bühne unterstrich.
Späte Karriere und „Der Meister und Margarita“
Auch in den 2020er-Jahren blieb Diehl international aktiv. Zu seinen Filmen gehören unter anderem „Plan A – Was würdest du tun?“, „The King’s Man: The Beginning“, „Der Räuber Hotzenplotz“ und „Der Meister und Margarita“. In der russischen Romanverfilmung von 2024 übernahm er die zentrale Rolle des Woland.
Darüber hinaus spielte er in „Bonhoeffer: Pastor. Spy. Assassin.“ den Theologen Martin Niemöller. Seine Filmografie zeigt damit eine auffällige Bandbreite: historische Persönlichkeiten, literarische Figuren, politische Stoffe und Gegenwartsrollen gehören gleichermaßen zu seinem Repertoire.
„Das Verschwinden des Josef Mengele“ und Deutscher Filmpreis 2026
Eine seiner anspruchsvollsten jüngeren Rollen übernahm August Diehl in Kirill Serebrennikows „Das Verschwinden des Josef Mengele“. Darin verkörpert er den NS-Arzt und Kriegsverbrecher Josef Mengele und spielt die Figur in unterschiedlichen Lebensphasen. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Olivier Guez.
Für diese Leistung erhielt Diehl 2026 den Deutschen Filmpreis als Beste männliche Hauptrolle. Die Auszeichnung ist in seinem aktuellen professionellen Profil sowie in der Filmportal-Biografie dokumentiert und gehört zu den wichtigsten jüngeren Erfolgen seiner Karriere.
August Diehl und sein Privatleben
August Diehl war von 1999 bis 2016 mit der Schauspielerin Julia Malik verheiratet. Aus der Ehe stammen zwei Kinder. Diehl und Malik arbeiteten auch beruflich im Theaterbereich miteinander; unter anderem standen sie 2008 bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen gemeinsam auf der Bühne.
Über sein heutiges Privatleben hält sich der Schauspieler weitgehend zurück. Verlässliche öffentliche Quellen sollten deshalb von nicht bestätigten Medienberichten oder Spekulationen getrennt werden. Eine detaillierte Darstellung seines aktuellen Familien- oder Beziehungslebens wäre ohne belastbare Quellen nicht seriös.
Wie alt ist August Diehl?
August Diehl wurde am 4. Januar 1976 in Berlin geboren. Er ist damit 50 Jahre alt. Sein Geburtsdatum wird von mehreren etablierten biografischen Quellen und seinem aktuellen professionellen Schauspielerprofil bestätigt.
Wie groß ist August Diehl?
Das aktuelle Profil der Berlin Brandenburg Film Commission gibt seine Körpergröße mit 1,80 Meter an. Auch das Schauspielerprofil bei Filmmakers führt 180 Zentimeter als Größe.
Welche Sprachen spricht August Diehl?
Neben Deutsch als Muttersprache werden Englisch, Französisch und Spanisch in seinem professionellen Profil aufgeführt. Diese Sprachkenntnisse sind für seine internationale Film- und Theaterarbeit besonders relevant.
Auszeichnungen von August Diehl
August Diehl wurde im Laufe seiner Karriere mehrfach für Film- und Theaterleistungen ausgezeichnet. Zu den wichtigsten dokumentierten Ehrungen gehören:
- 1998: Einzeldarstellerpreis beim Schauspielschultreffen München
- 1998: Bayerischer Filmpreis als bester Nachwuchsschauspieler für „23“
- 1999: Deutscher Filmpreis als bester Hauptdarsteller für „23“
- 2000: European Shooting Star
- 2001: Alfred-Kerr-Darstellerpreis für „Die Möwe“
- 2001: Ulrich-Wildgruber-Preis
- 2005: Preis der deutschen Filmkritik als bester männlicher Hauptdarsteller für „Was nützt die Liebe in Gedanken“
- 2014: Nestroy-Theaterpreis als bester Schauspieler für „Hamlet“
- 2019: International Actors Award beim Film Festival Cologne
- 2026: Deutscher Filmpreis als beste männliche Hauptrolle für „Das Verschwinden des Josef Mengele“
Interessante Fakten über August Diehl
- August Diehl begann seine professionelle Filmkarriere bereits während seines Schauspielstudiums.
- Seine erste große Kinorolle war der Hacker Karl Koch in „23 – Nichts ist so wie es scheint“.
- Er gehört zu den deutschen Schauspielern, die sowohl am Wiener Burgtheater als auch in internationalen Kinoproduktionen gearbeitet haben.
- Für seine Darstellung in „23“ erhielt er bereits sehr früh einen Deutschen Filmpreis als bester Hauptdarsteller.
- In Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“ spielte er Major Dieter Hellstrom.
- 2014 wurde er für seine Darstellung des Hamlet mit dem Nestroy-Theaterpreis ausgezeichnet.
- 2026 gewann er den Deutschen Filmpreis für seine Hauptrolle in „Das Verschwinden des Josef Mengele“.
FAQs zu August Diehl
Wer ist August Diehl?
August Diehl ist ein deutscher Schauspieler, der vor allem durch Filme wie „23 – Nichts ist so wie es scheint“, „Inglourious Basterds“, „A Hidden Life“ und „The King’s Man“ bekannt wurde. Daneben hat er eine umfangreiche Theaterkarriere aufgebaut.
Wann wurde August Diehl geboren?
August Diehl wurde am 4. Januar 1976 in Berlin geboren.
Wie alt ist August Diehl?
August Diehl ist 50 Jahre alt. Er feierte seinen 50. Geburtstag am 4. Januar 2026.
War August Diehl mit Julia Malik verheiratet?
Ja. August Diehl und die Schauspielerin Julia Malik waren von 1999 bis 2016 verheiratet. Sie haben zwei gemeinsame Kinder.
Für welchen Film erhielt August Diehl 2026 den Deutschen Filmpreis?
August Diehl wurde 2026 für „Das Verschwinden des Josef Mengele“ als bester Hauptdarsteller mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.
Fazit
August Diehls Karriere reicht von frühen deutschen Kinofilmen über große Theaterrollen bis zu internationalen Produktionen. Mit „23“ gelang ihm ein außergewöhnlich früher Durchbruch; Rollen in „Inglourious Basterds“, „A Hidden Life“ und weiteren internationalen Filmen machten ihn auch außerhalb Deutschlands bekannt. Gleichzeitig blieb das Theater ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit. Die Auszeichnung mit dem Deutschen Filmpreis 2026 für „Das Verschwinden des Josef Mengele“ markiert einen weiteren bedeutenden Höhepunkt in einer bereits jahrzehntelangen Schauspielkarriere.